IFEX-Löschsystem

Funktionsweise des IFEX 3000

Verlastung im MTW
Verlastung im MTW

Das IFEX 3000 System basiert auf dem Zerstäubungs-Prinzip, bei dem Wasser mittels großem Druck auf eine hohe Geschwindigkeit beschleunigt und anschließtend zerstäubt wird. Die Zerstäubung der ehemals großen Wassertropfen führt zu einer starken Oberflächenvergrößerung, welche dem Feuer erheblich mehr Wärme entziehen kann, als z.B. durch den Einsatz eines konventionellen Strahlrohrs. Außerdem trennen die feinen Tropfen, die mit ca. 400 km/h aus der Impulspistole geschleudert werden, das Feuer vom Sauerstoff der Umgebung ab.

IFEX, kurz für Impulse Fire Extingushing Technology, zu deutsch: Impulslöschsystem.

Bestandteile

Funktionsprinzip des IFEX-Löschsystems
Funktionsprinzip des IFEX-Löschsystems

Das IFEX3000 System besteht grundsätzlich aus der Impulspistole, einem Wasserbehälter und einer Pressluftflasche. Im ersten Schritt wird die vordere Kammer der Impulspistole mit einem Liter Wasser aus dem angeschlossenen Vorratsbehälter gefüllt. Die dahinterliegende zweite Kammer wird mit einem Druck von 25 bar aus einer herkömmlichen Pressluftflasche beaufschlagt. Bei Betätigung des Abzugs wird das Trennventil zwischen den Kammern geöffnet und das Wasser durch den Druck der dahinterliegenden Pressluft aus der Pistole geschleudert.

Die daraus resultierende feine Zerstäubung des Wassers führt zu einem Anstieg der Gesamtwasseroberfläche von ca. 200 m². Diese vergrößerte Oberfläche führt zu einem enormen Wärmeentzug im Brandherd und zu einer Reduzierung des Wasserbedarfs um bis zu 98%, verglichen mit herkömmlichen Löschmethoden.


Vorteile

  • sehr kompaktes Löschsystem
  • trotz verhältnismäßig kleinem Wasserreservoir, enorme Löschleistung effektive Bekämpfung von PKW-, Klein- und Entstehungsbränden)
  • starke Verringerung des Wasserschadens im Vergleich zu herkömmlichen Strahlrohren

Grenzen des Systems

Das System erscheint in unseren Augen ungeeignet für den Innenangriff, da keine kontinuierliche Wasserversorgung bereitgestellt werden kann. Sobald der Tank leer ist, würde ein Trupp im Innenangriff ohne Wasser darstehen, auch wenn der Brand um ihn herum noch nicht gelöscht wäre.

In diesem Fall ist auf eine Brandbekämpfung mit gesicherter Wasserentnahme, z.B. aus dem öffentlichen Wassernetz, optimalerweise mit einer Wasserabgabe mittels Hohlstrahlrohr zurückzugreifen.



Bericht der Rhein-Zeitung
Bericht der Rhein-Zeitung

05.10.2014 ghnz