Rauchmelder - Lebensretter

(Bild: www.rauchmelder-lebensretter.de)
(Bild: www.rauchmelder-lebensretter.de)

Täglich sterben in Deutschland 2 Menschen bei Bränden.  Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht. In den meisten Bundesländern ist daher die Installation von Rauchmeldern bereits gesetzlich vorgeschrieben.

 

Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen. Vor allem nachts werden Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr, wenn alle schlafen, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts. Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.

Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.

Zigarettenrauch löst übrigens bei qualitativ hochwertigen Rauchmeldern keinen Alarm aus, solange die Zigarette nicht direkt unter den Rauchmelder gehalten wird.

Nur geprüfte Rauchmelder kaufen

Gesetzlich müssen Rauchmelder eine CE-Kennzeichnung besitzen und der Norm "EN 14604" entsprechen. Diese legt unter anderem die Mindestlautstärke des Alarms, sowie einige Mindeststandards im Bereich der Funktionalität fest.

Geprüfte Rauchmelder sind an zusätzlichen Labels erkennbar. Der Verband der Sachversicherer (VdS) zeichnet ebenso wie der TÜV Nord Geräte von besonders hoher Qualität mit einem besonderen Gütesiegel aus, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. So zertifizierte Produkte unterliegen der ständigen Kontrolle durch das prüfende Institut, so dass das VdS-Siegel oder auch das KRIWAN-Zertifikat des TÜV Nord dem Verbraucher als wichtiges Qualitätsmerkmal dienen können.

Daran erkennen Sie geprüfte Qualitäts-Rauchmelder
Daran erkennen Sie geprüfte Qualitäts-Rauchmelder

Zur besseren Verbraucherinformation gibt es mit dem „Q“ ein unabhängiges Qualitätszeichen, das für Rauchmelder mit erweiterter Qualitätsprüfung steht. Produkte mit dem "Q" erhalten Sie im Fach- und Elektrohandel. Folgende Leistungsmerkmale sind für das Qualitätszeichen ausschlaggebend:

  • Geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen
  • Erhöhte Stabilität, z.B. gegen äußere Einflüsse
  • Fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer

Wir empfehlen Ihnen den Einsatz von Rauchmeldern mit einer fest verbauten Lithiumbatterie mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren.

 

Sparen Sie nicht an Ihrer Sicherheit! Verzeichten Sie auf den Kauf von Billigmodellen mit einer einfachen Alkalizelle mit kürzerer Lebensdauer. Die enthaltene 9-Volt-Blockbatterie müssen Sie häufig wechseln. Die schrillen Piepstöne, die einen niedrigen Batteriestand anzeigen sollen, treten erfahrungsgemäß nachts oder in Ihrer Abwesenheit auf und führen nicht selten zu Fehlalarmen der Feuerwehr.

Auf die richtige Montage kommt es an

Mindestanforderungen für den Einbau von Rauchmeldern (Bild: Landesfeuerwehrverband RLP)
Mindestanforderungen für den Einbau von Rauchmeldern (Bild: Landesfeuerwehrverband RLP)

Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit den dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren. Alternativ sind im Handel selbstklebende, magnetische Befestigungen erhältlich.

Für einen Mindestschutz gilt als Faustregel: mindestens ein Rauchmelder im Flur pro Etage sowie in den Schlafzimmern. Ganz nach Ihrer Wohnsituation können Sie mit mehreren Geräten einen optimal erweiterten Schutz erreichen. In Küche und Bad ist eine Installation nicht ratsam, da der Alarm durch Koch- oder Wasserdämpfe ausgelöst werden kann.

  • Rauchmelder an der Decke anbringen, möglichst in Raummitte.
  • Immer in waagerechter Position (auch bei Dachschrägen) anbringen.
  • Nicht in der Nähe von Luftschächten und starker Zugluft montieren.
  • Nicht in der Dachspitze (wenigstens 30 bis 50 cm darunter) anbringen.
  • Von Wänden oder Einbaumöbeln Mindestabstand von 0,5 Meter beachten.
  • Bei mehrgeschossigen Gebäuden, Rauchmelder auch im Treppenhaus montieren.
  • In der Regel sollten Rauchmelder nach 10 Jahren ausgetauscht werden.

Auch ein Rauchmelder braucht Wartung; die Luftschlitze sind in regelmäßigen Abständen zu reinigen, damit diese nicht verstauben. Rauchmelder dürfen nicht mit Farbe überstrichen werden; das könnte das Gerät beschädigen oder wichtige Öffnungen verschließen!

 

Vorsicht: Arbeiten Sie beim Montieren und Über-Kopf-Bohren mit Schutzbrille, damit nichts ins Auge geht.

Funkvernetzte Rauchmelder

Wollen Sie frühzeitg gewarnt werden auch wenn ein Brand in der Garage oder im Keller ausbricht, sollten Sie über den Einsatz funkvernetzter Rauchmelder nachdenken. Detektiert ein Rauchmelder in seinem Einzugsbereich einen Brand sendet er sein Alarmsignal an alle vernetzten Melder und warnt so frühzeitig das gesamte Haus vor der drohenden Gefahr. Je größer das Haus und je mehr Zwischentüren das Alarmsignal eine einzelnen Rauchmelders schlucken, desto sinnvoller ist der Einsatz von funkvernetzten Meldern.

(Bilder: www.rauchmelder-lebensretter.de)

Fehlalarme mit Rauchwarnmeldern steigen insbesondere während der Ferienzeit in den Sommermonaten signifikant an. Denn während Sie sich an Ihrem Urlaubsort befinden können Sie den Fehlalarm durch eine leere Batterie nicht beheben. Bitte überprüfen Sie bereits vor Urlaubsantritt Ihre privaten Rauchwarnmelder und statten Sie diese ggf. mit neuen Batterien aus. Alte Rauchmelder tauschen Sie am besten gegen geprüfte Geräte mit einer fest verbauten Lithiumbatterie mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren. Es vermeidet ärgerliche Schäden und verhindert unnötige Einsätze.

Gefährliche Irrtümer

Genauso weit verbreitet wie die Vielzahl an Brandursachen sind die Unwissenheit und die Sorglosigkeit, mit der die meisten Personen eine Brandgefahr für sich ausschließen:

 

"Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen."/„Mir bleibt genug Zeit, mich in Sicherheit zu bringen.“

Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur 4 Minuten zur Flucht. Bei allen Bränden entstehen gerade in der Schwelphase schon kurz nach Brandausbruchgroße Mengen hochgiftiger Gase. Es bleiben nur zwei bis vier Minuten zur Flucht.

 

 „Die Hitze wird mich früh genug wecken.“

Der größte anzutreffende Irrtum: Denn weit gefährlicher als Flammen oder Hitze ist der Brandrauch. Schon nach wenigen Minuten erreichen die bei Bränden freigesetzten Gase lebensbedrohliche Konzentrationen, die nach kürzester Zeit zum Erstickungstod führen.

 

 "Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren."

Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur 4 Minuten Zeit hat – besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.

 

 "Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher."

Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet. Auch die aufmerksamsten Zeitgenossen sind nicht vor den nächtlichen Gefahren und der Vielzahl aller möglichen Brandursachen geschützt.


 

"Steinhäuser brennen nicht."

Das brauchen Sie auch nicht! Schon Ihre Gardine, die Tapete oder ca. 100g Schaumstoff, beispielsweise in Ihrer Couch, sind ausreichend, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen. Nicht abgeschaltete oder defekte elektrische Geräte und überlastete Leitungen sind weitere Gefahrenquellen.


 

"Rauchmelder sind zu teuer."

Ein Rauchmelder ist das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz im eigenen Haushalt. Täglich sterben in Deutschland 2 Menschen bei Bränden. Wie viel ist Ihnen Ihr Leben wert?

Weiterführende Informationen:

Verbände im Forum Brandrauchprävention

www.rauchmelder-lebensretter.de

Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz

www.lfv-rlp.de


07.07.2016 | ghnz